Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen & des Männerlagers im KZ Ravensbrück

Andreas Brenner



Häftlingsnummer 1104
KZ Ravensbrück | Männerlager
Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 24.05.1892
Geburtsort: Nürnberg
Ermordet am: 12.04.1942
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Andreas Brenner wurde am 24. Mai 1892 in Nürnberg geboren und evangelisch getauft. Er wohnte später in Zerbst in der Magdeburger Straße Nr. 24 in Sachsen-Anhalt und war Arbeiter von Beruf. Seiner geschiedenen Ehe entstammten drei Kinder.

Die Polizei Dessau verhaftete ihn am 23. Dezember 1939. Er hatte zu dem Zeitpunkt bereits über 30 Vorstrafen, darunter beispielsweise auch welche wegen Bettelei, Landstreicherei, Diebstahl, Hausfriedensbruch und auch homosexueller pädophiler Handlungen.

Offenbar wurde er nun erneut zu einer Haftstrafe verurteilt, vermutlich zu zwei Jahren Haft, denn genau zwei Jahre nach der Verhaftung nahm ihn die Kriminalpolizei Dessau am 23. Dezember 1941 in "Vorbeugungshaft". Am 24. Februar 1942 transportierte die Polizei ihn in das KZ Buchenwald bei Weimar in Thüringen, wo die SS ihn als §175-Häftling einstufte und er die Häftlingsnummer 5.813 erhielt.
Karteikarte


Bild: 🔎 Effektenkarte KZ Buchenwald; Haftgrund § 175.
Von dort überführte man ihn am 13. März 1942 in das Männerlager des KZ Ravensbrück in Brandenburg, wo er die Häftlingsnummer 1.104 erhielt.

Andreas Brenner wurde am 12. April 1942 im KZ Ravensbrück | Männerlager im Alter von 49 Jahren ermordet.
Autor: Rainer Hoffschildt (Hannover), ich danke Wolfgang Röll aus der Gedenkstätte Buchenwald für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Buchenwald; Lothar Dönitz (Berlin, 2020).
Quellen:
Karteikarten im ⟩  Aroslen Archives International Center on Nazi Persecution (ehem. Internationaler Suchdienst Arolsen.)