Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Anton Kaufmann



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 10.07.1911
Geburtsort: Ruitsch | Kreis Mayen
Ermordet am: 10.07.1942
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Anton Kaufmann wurde am 10. Juli 1911 in Ruitsch in der Gemeinde Polch im Kreis Mayen im heutigen Rheinland-Pfalz geboren und katholisch getauft.1 Er war später Stuhlfechter von Beruf und seine Ehe wurde geschieden.

Etwa im April 1941 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo ihn die SS als §175-"Berufsverbrecher" einstufte und er die Häftlingsnummer 37.426 erhielt. Der Zeitpunkt seines Zugangs im KZ Sachsenhausen war denkbar ungünstig. Im Außenlager Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen wurden zwischen Juli und September 1942 gezielt etwa 180 bis 200 homosexuelle Häftlinge umgebracht.2

Anton Kaufmann wurde am 10. Juli 1942 im Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen an seinem 31. Geburtstag von der SS ermordet.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
2 Joachim Müller »Unnatürliche Todesfälle« in: Joachim Müller, Andreas Sternweiler, Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 216 ff.
   Video von der Gedenkveranstaltung am 10.09.2017 am Gedenkort Klinkerwerk.