Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Arthur Pautzsch



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 16.04.1896
Geburtsort: Dresden
Ermordet am: 04.04.1941
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Arthur Pautzsch wurde am 16. April 1896 in Dresden in Sachsen geboren und evangelisch getauft.1 Der Ledige wohnte später in Heidenau bei Dresden in der Straße Mittelsteig und war von Beruf Musiker

Das Landgericht Dresden verurteilte ihn am 26. September 1939 wegen "Unzucht mit Männern" unter Anrechnung von sechs Wochen Untersuchungshaft auf die Strafhaft zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr. Zur Strafverbüßung überführte man ihn zunächst in das Gefängnis Zwickau in Sachsen und dann von dort am 27. März 1940 zur Schwerstarbeit in das ⟩ Strafgefangenenlager Rodgau, Lager II, in Oberroden bei Darmstadt in Hessen. Hier beschrieb man ihn wie folgt: 1,72 m groß, schlanke Gestalt, rasiert, graubraune Augen und schwarzes Haar. Zu seinem rechnerischen Ende der Haft am 15. August 1940 vermerkte man auf seiner Karteikarte "entlassen". Letzteres ist aber nicht sehr wahrscheinlich. Vermutlich hat man ihn der Polizei ausgeliefert.

Etwa Anfang 1941 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo er die Häftlingsnummer 35.737 erhielt. Arthur Pautzsch verstarb am 4. April 1941 im Alter von 44 Jahren im KZ Sachsenhausen.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017).
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
  Karteikarte im Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Bestand G 30 Rodgau, Rodgau-Karteikarten.