Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Alfred Viebach



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 25.02.1879
Geburtsort: Hinterhermsdorf | Sebnitz, Sachsen
Ermordet am: 18.12.1939
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Alfred Viebach wurde am 25. Februar 1879 in Hinterhermsdorf, heute Ortsteil von Sebnitz, in Sachsen geboren und evangelisch getauft.1 Der Ledige wohnte später in Dresden in Sachsen und war von Beruf Schauspieler. Anfang der 1920er Jahre war er an verschiedenen deutschen Bühnen, beispielsweise auch in Düsseldorf, oft in der Rolle eines Liebhabers tätig.

Vermutlich im zweiten Halbjahr 1939 transportierte man ihn in das KZ Buchenwald bei Weimar in Thüringen, wo die SS ihn als §175-Häftling einstufte und er die Häftlingsnummer 65 erhielt. Von dort überführte man ihn am 25. Oktober 1939 in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo er erst am 15. November 1939 eintraf, die SS ihn ebenso einstufte und er die Häftlingsnummer 3.815 erhielt. Alfred Viebach verstarb am 18. Dezember 1939 im Alter von 60 Jahren im KZ Sachsenhausen.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (März 2018). Ich danke Wolfgang Röll aus der Gedenkstätte Buchenwald für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Buchenwald. Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
   Joachim Müller, Andreas Sternweiler, Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 17, 232, mit Foto.