Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Bruno Abelt



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 20.05.1887
Geburtsort: Berlin
Ermordet am: 19.04.1940
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Bruno Abelt wurde am 20. Mai 1887 in Berlin geboren und evangelisch getauft.1 Der Ledige wohnte später in Berlin-Charlottenburg und war von Beruf Schneider bzw. Zuschneider.

Am 7. Oktober 1938 nahm man ihn im Gefängnis in Potsdam in Brandenburg in Untersuchungshaft und Anfang Februar 1939 dann in Berlin-Moabit. Das Amtsgericht 603 in Berlin verurteilte ihn am 8. Februar 1939 nach §175 unter Anrechnung der Untersuchungshaft aus die Strafhaft zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Zur Strafverbüßung überführte man ihn wieder in das Gefängnis in Potsdam. Etwa im Januar 1940 dürfte der Justizvollzug ihn nicht aus der Strafhaft nicht entlassen, sondern der Polizei ausgeliefert haben.

Die Polizei transportierte ihn am 27. März 1940 in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo ihn die SS als Homosexuellen und "Berufsverbrecher" einstufte und er die Häftlingsnummer 17.769 erhielt. Bruno Abelt verstarb am 19. April 1940 im Alter von 52 Jahren im Block 11 des KZ Sachsenhausen.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beider Berlin, für die Informationen aus dem Archive der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen. Ich danke Andreas Pretzel, Berlin, für die Informationen aus dem Landesarchiv Berlin. Landesarchiv Berlin.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.