Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen & des Männerlagers im KZ Ravensbrück

Ernst Heinz Schlichting



Häftlingsnummer 3192
KZ Ravensbrück | Männerlager
Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 06.02.1893
Geburtsort: Kröpelin | Rostock
Ermordet am: 10.01.1944
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Ernst Heinz Schlichting wurde am 6. Februar 1893 in ⟩  Kröpelin Landkreis Rostockgeboren. Er wohnte später in Rostock und war von Beruf Kaufmann.
r>
Das Landgericht Rostock verurteilte ihn am 10. September 1940 wegen Sittlichkeitsverbrechen mit Jugendlichen bei der Firma Heinkel unter Anrechnung der Untersuchungshaft auf die Strafhaft zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten und zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte für drei Jahre.

Angeblich entließ der Justizvollzug ihn am 1. Oktober 1942 aus der Justizhaft nach Rostock. Tatsächlich aber dürfte man ihn in Polizeihaft übergeben haben, denn im Dezember 1942 transportierte ihn die Polizei in das Männerlager des KZ Ravensbrück, wo die SS ihn als Homosexuellen einstufte und er die Häftlingsnummer 3.192 erhielt.

Ernst Schlichting wurde am 10. Januar 1944 im Alter von 50 Jahren im KZ Ravensbrück | Männerlager ermordet.
Autor: Rainer Hoffschildt (Hannover). Ich danke dem Historiker Bernhard Strebel, Hannover, für zusätzliche Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Ravensbrück. Ich danke dem Historiker Dr. Jan-Henrik Peters, der in Mecklenburg-Vorpommern forschte, für Informationen; Lothar Dönitz, Berlin, 2020.