Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Friedrich Karl Dienemann



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 28.06.1904
Geburtsort: Rheinsdorf | Thüringen
Ermordet am: 22.07.1942
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Friedrich Karl Dienemann wurde am 28. Juli 1904 in Reinsdorf in Thüringen geboren und evangelisch getauft.1 Er wohnte später in Düben, war verheiratet und arbeitete als Kraftfahrer.

Etwa im Mai 1942 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo die SS ihn als §175-Häftling einstufte und er die Häftlingsnummer 42.856 erhielt. Der Zeitpunkt seines Zugangs im KZ Sachsenhausen war denkbar ungünstig. Im Außenlager Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen wurden zwischen Juli und September 1942 gezielt etwa 180 bis 200 homosexuelle Häftlinge umgebracht.2

Friedrich Dienemann wurde am 22. Juli 1942 im Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen von der SS ermordet. Er wurde 37 Jahre alt.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover. Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Fussnoten:
1 Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen: ⟩  www.stiftung-bg.de/totenbuch/main.php
2 Joachim Müller »Unnatürliche Todesfälle«, in: Joachim Müller, Andreas Sternweiler, Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 216 ff.
   ⟩ Video von der Gedenkveranstaltung am 10.09.2017 am Gedenkort Klinkerwerk.