Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Franz Lehmann



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 27.04.1892
Geburtsort: Berlin
Ermordet am: 01.04.1943
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Franz Lehmann wurde am 27. April 1892 in Berlin geboren.1 Der Ledige wohnte auch später in Berlin, in C 2, und war von Beruf Wächter.

Vom 6. bis zum 10. Oktober 1941 befand er sich im Polizeigefängnis Berlin und danach in Untersuchungshaft in Berlin-Moabit. Das Landgericht 2 in Berlin verurteilte ihn am 4. November 1941 wegen "widernatürlicher Unzucht" nach §175a, Ziffer 3, unter Anrechnung der Untersuchungshaft auf die Strafhaft zu einer Zuchthausstrafe von einem Jahr und drei Monaten.

Zur Strafverbüßung transportierte man ihn am 15. Dezember 1941 in das Zuchthaus Luckau in Brandenburg. Nach voll verbüßter Strafe entließ der Justizvollzug ihn nicht in die Freiheit, sondern lieferte ihn am 14. Januar 1943 der Polizei aus.

Die Polizei überführte ihn im Februar 1943 in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo er die Häftlingsnummer 61.231 erhielt. Franz Lehmann verstarb am 1. April 1943 im Alter von 50 Jahren im KZ Sachsenhausen.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Andreas Pretzel, Berlin, für die Informationen aus dem Landesarchiv Berlin. Ich danke Andreas Sternweiler, Berlin, für Informationen.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.