Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Fritz Wolfgang Theodor Menzel



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 04.05.1902
Geburtsort: Dresden
Ermordet am: 27.07.1942
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Fritz Wolfgang Theodor Menzel wurde am 4. Mai 1902 in Dresden in Sachsen geboren und evangelisch getauft.1 Der Ledige wohnte später in Werder an der Havel in Brandenburg und war von Beruf Syndikus.

Etwa im Juni oder Anfang Juli 1942 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen, wo die SS ihn als §175-Häftling einstufte und er die Häftlingsnummer 44.632 erhielt.

Der Zeitpunkt seines Zugangs im KZ Sachsenhausen war denkbar ungünstig. Im Außenlager Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen wurden zwischen Juli und September 1942 gezielt etwa 180 bis 200 homosexuelle Häftlinge umgebracht.2

Fritz Menzel wurde am 27. Juli 1942 im Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen von der SS ermordet. Er wurde 40 Jahre alt. Zu seinem Tod gab die SS an, er sei um 13:40 Uhr bei einem angeblichen Fluchtversuch erschossen worden.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (März 2018). Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
2 Vgl. Müller, Joachim, Unnatürliche Todesfälle, in: Müller, Joachim, Sternweiler, Andreas, Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 216-263.
   Video von der Gedenkveranstaltung am 10.09.2017 am Gedenkort Klinkerwerk.