Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Gustav Hartmann



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 16.01.1892
Geburtsort: Dielheim | Heidelberg
Ermordet am: 04.10.1941
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Gustav Hartmann wurde am 16. Januar 1892 in Dielheim im heutigen Baden-Württemberg geboren und katholisch getauft. Der Ledige wohnte auch später an seinem Geburtsort und arbeitete als Zigarrenmacher.

Am 28. April 1941 transportierte man den 49-Jährigen in das KZ Sachsenhausen, wo man ihn zur Nr. 37.541 machte und ihn in die Gruppe der § 175-„Berufsverbrecher“ einstufte. Er dürfte also mehrere Vorstrafen dieser Art gehabt haben. Man brachte ihn im Block 11 unter. Wie fast alle Homosexuellen in Sachsenhausen dürfte auch er in die Strafkompanie gekommen sein, wo man mit besonders schwerer Arbeit belastet wurde. Er erkrankte und musste im Juli in das Häftlings-Krankenrevier, wo er am 20. Juli 1941 wieder entlassen wurde. Am 3. Oktober 1941 ging er erneut dem Krankenrevier zu.

Gustav Hartmann verstarb am 4. Oktober 1941 im KZ Sachsenhausen im Alter von 49 Jahren.Jahren im KZ Sachsenhausen.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover. Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen.
Ich danke Prof. Rüdiger Lautmann, Berlin, der im ITS in Bad Arolsen forschte, für zusätzliche Informationen.
Quellen:
KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Schwul-lesbisches Zentrum Stuttgart Weissenburg e.V ⟩  Der Liebe wegen...Gustav Hartmann