Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Günter Heinz Konieczek



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 23.10.1919
Geburtsort: Charlottenburg | b. Berlin
Ermordet am: 28.07.1942
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Günter Heinz Konieczek wurde am 23. Oktober 1919 in Charlottenburg b. Berlin geboren und evangelisch getauft.1 Der Ledige wohnte später in Berlin-Wilmersdorf am Ludwig-Kirch-Platz 12 und war von Beruf Arbeiter.

Mitte November 1941 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo die SS ihn als Homosexuellen einstufte und er die Häftlingsnummer 40.449 erhielt. Der Zeitpunkt seines Zugangs im KZ Sachsenhausen war denkbar ungünstig. Im Außenlager Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen wurden zwischen Juli und September 1942 gezielt etwa 180 bis 200 homosexuelle Häftlinge umgebracht.2

Günter Konieczek wurde am 28. Juli 1942 im Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen von der SS ermordet. Er wurde 22 Jahre alt. Als offizielle Todesursache gab man an, er sei um 20.40 Uhr an Herz- und Kreislaufschwäche beim Grundleiden Ruhr verstorben.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
2 Joachim Müller in: Joachim Müller, Andreas Sternweiler, Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 216 ff.
   Video von der Gedenkveranstaltung am 10.09.2017 am Gedenkort Klinkerwerk.