Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Helmut Castner



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 12.02.1909
Geburtsort: Mallwitz | Sprottau, Niederschlesien
Ermordet am: 25.11.1944
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Helmut Castner wurde am 12. Februar 1909 in Mallmitz bei Sprottau in Niederschlesien, heute Polen, geboren.1 Er wohnte später in Berlin, in NW 21, war verheiratet und von Beruf Former.

Am 26. November 1943 nahm man ihn in Berlin-Plötzensee in Haft, vermutlich in Untersuchungshaft. Das Landgericht 1 in Berlin verurteilte ihn am 2. Februar 1944 wegen "widernatürlicher Unzucht" nach §175 zu einer Gefängnisstrafe von zehn Monaten. Nach verbüßter Strafe entließ der Justizvollzug ihn nicht in die Freiheit, sondern lieferte ihn am 24. September 1944 der Kriminalpolizei Berlin aus.

Etwa im Oktober 1944 transportierte ihn die Polizei in das KZ Sachsenhausen, wo er die Häftlingsnummer 105.161 erhielt. Helmut Castner verstarb am 25. November 1944 im Alter von 35 Jahren im KZ Sachsenhausen.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Andreas Pretzel, Berlin, für die Informationen aus dem Landesarchiv Berlin.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.