Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen & des Männerlagers im KZ Ravensbrück

Hilmar Hönniger oder Hüniger



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 26.04.1878
Geburtsort: Arnstadt | Thüringen
Ermordet am: 04.05.1940
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Hilmar Hönniger wurde am 26. April 1878 in Arnstadt in Thüringen geboren.1 In der Sterbeurkunde ist als letzter Wohnort ⟩ Berlin-Lichtenberg, Rödernstraße 21/24 vermerkt.

Vermutlich am 3. Mai 1940 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo die SS ihn als §175-"Berufsverbrecher" einstufte und er die Häftlingsnummer 19.439 erhielt. Am nächsten Tag, am 4. Mai 1940, wurde Hilmar Hüniger im Alter von 62 Jahren im KZ Sachsenhausen ermordet. Als Todesursache ist in der Sterbeurkunde: »Herzschlag« vermerkt.2
Die Kürze des Aufenthalts in Sachsenhausen lässt aber an Selbstmord oder Mord denken.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Joachim Müller für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Fußnoten:
1  KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.  - Hier mit dem Nachnamen Hönniger eingetragen.
2  Sterbeurkunde ⟩  im Aroslen Archives International Center on Nazi Persecution (ehem. Internationaler Suchdienst Arolsen.)