Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Hans Franz Werner Koch



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 25.08.1914
Geburtsort: Herne | Ruhrgebiet
Ermordet am: 28.07.1942
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Hans Franz Werner Koch wurde an 25. August 1914 in Herne im Ruhrgebiet in Westfalen geboren und katholisch getauft.1 Der Ledige wohnte auch später in Herne in der Straßburger Straße 31 und war von Beruf Musiker.

Anfang 1942 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo die SS ihn als "§175-Berufsverbrecher" einstufte und er die Häftlingsnummer 41.971 erhielt. Der Zeitpunkt seines Zugangs im KZ Sachsenhausen war denkbar ungünstig. Im Außenlager Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen wurden zwischen Juli und September 1942 gezielt etwa 180 bis 200 homosexuelle Häftlinge umgebracht.2

Hans Koch wurde am 28. Juli 1942 im Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen von der SS ermordet. Er wurde 27 Jahre alt. Zu seinem Tod gab die SS, an, er sei um 8:55 Uhr bei einem angeblichen Fluchtversuch erschossen wurden.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (März 2018). Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
2 Vgl. Müller, Joachim, Unnatürliche Todesfälle, in: Müller, Joachim, Sternweiler, Andreas, Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 216-263.
   Video von der Gedenkveranstaltung am 10.09.2017 am Gedenkort Klinkerwerk.