Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Alfred Hans Reimke



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 31.12.1905
Geburtsort: Berlin
Ermordet am: 17.07.1942
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Alfred Hans Reimke wurde am 31. Dezember 1905 in Berlin geboren.1 Er wohnte später in Berlin in der Ackerstraße 35 und war von Beruf Arbeiter. Er bezeichnete sich als gottgläubig, gehörte also keiner alt-etablierten Kirche an.

Anfang 1942 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo die SS ihn als §175-Häftling einstufte und er die Häftlingsnummer 41.969 erhielt. Der Zeitpunkt seines Zugangs im KZ Sachsenhausen war denkbar ungünstig. Im Außenlager Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen wurden zwischen Juli und September 1942 gezielt etwa 180 bis 200 homosexuelle Häftlinge umgebracht.2

Hans Reimke wurde am 17. Juli 1942 im Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen von der SS ermordet. Er wurde 36 Jahre alt. Als offizielle Todesursache gab die SS an, er sei um 13.40 Uhr mit einem Schulterschuss mit Zerstörung der Halsschlagader bei einem angeblichen Fluchtversuch erschossen worden.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
2 Joachim Müller in: Joachim Müller, Andreas Sternweiler, Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 216 ff.
   Video von der Gedenkveranstaltung am 10.09.2017 am Gedenkort Klinkerwerk.