Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen & des Männerlagers im KZ Ravensbrück

Heinrich Ruge



Häftlingsnummer 3456
KZ Ravensbrück | Männerlager
Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 16.09.1888
Geburtsort: Großflintbek | Schleswig-Holstein
Ermordet am: 28.03.1945
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Heinrich Ruge wurde am 16. September 1888 in ⟩  Großflintbek bei Kiel geboren.

1941 begann seine Untersuchungshaft in Hamburg. Wegen des Verbrechens der "widernatürlichen Unzucht" verurteilte ihn ein Gericht zu einer mehrjährigen Zuchthausstrafe.

Von Hamburg überführte man ihn am 10. April 1942 in das Zuchthaus Waldheim ⟩  Zuchthaus Waldheim. 1943 endete die Laufzeit seiner Akte.

Im März 1943 transportierte die Polizei ihn in das Männerlager des KZ Ravensbrück, wo die SS ihn als Homosexuellen einstufte und er die Häftlingsnummer 3.456 erhielt. Möglicherweise war er zuvor im ⟩  KZ Wewelsburg in Westfalen gewesen.

Heinrich Ruge wurde am 28. März 1945, 2 Tage vor der Befreiung, im Alter von 56 Jahren im KZ Ravensbrück ermordet.
Autor: Rainer Hoffschildt (Hannover). Ich danke dem Historiker Bernhard Strebel, Hannover, für zusätzliche Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Ravensbrück; Lothar Dönitz, Berlin, 2020.
Ich danke Ulf Bollmann, Staatsarchiv Hamburg, für zusätzliche Informationen.