Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Hermann Schliwkowitz



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 03.06.1893
Geburtsort: Froegenau | Ostpreußen
Ermordet am: 06.02.1941
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Hermann Schliwkowitz wurde am 3. Juni 1893 in Frögenau in Ostpreußen geboren und evangelisch getauft.1 Er wohnte später in Magdeburg, wohl in der Schönebecker Straße 1, und war Hausdiener von Beruf.

Am 23. September 1938 lieferte ihn die Polizei wegen §175 zur Untersuchungshaft in das Gefängnis Magdeburg ein. Hier beschrieb man ihn wie folgt: 1,68 m groß, mittlere Gestalt, Stutzer-Bart, blaue Augen und schwarzes Haar. Ein Gericht in Magdeburg verurteilte ihn vermutlich nach §175a zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren. Zur Strafverbüßung überführte man ihn mit Personalakte am 17. Oktober 1938 in das Zuchthaus Coswig. Ob er noch wieder freikam ist nicht bekannt.

Etwa im November 1940 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen, wo er die Häftlingsnummer 34.116 erhielt. Hermann Schliwkowitz verstarb am 6. Februar 1941 im Alter von 47 Jahren im KZ Sachsenhausen.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (März 2018).
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
   Landeshauptarchiv Staatsarchiv Magdeburg, Karteikarten, Rep. C. 144 Gefängnisse Magdeburg, Gommern und Schönebeck B Nr. 276 A-Z.