Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Johannes Friedrich August Lange



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 26.11.1897
Geburtsort: Zittau | Sachsen
Ermordet am: 15.08.1942
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Johannes Friedrich August Lange wurde am 26. November 1897 in Zittau in Sachsen geboren und evangelisch getauft.1 Der Ledige wohnte auch später in Zittau und war von Beruft Lichtbildner.

Etwa Anfang August 1942 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen, wo die SS ihn als §175-Häftling einstufte und er die Häftlingsnummer 45.930 erhielt. Der Zeitpunkt seines Zugangs im KZ Sachsenhausen war denkbar ungünstig. Im Außenlager Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen wurden zwischen Juli und September 1942 gezielt etwa 180 bis 200 homosexuelle Häftlinge umgebracht.2

Johannes Lange wurde am 15. August 1942 im Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen von der SS ermordet. Er wurde 44 Jahre alt.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (März 2018). Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
2 Vgl. Müller, Joachim, Unnatürliche Todesfälle, in: Müller, Joachim, Sternweiler, Andreas, Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 216-263.
   Video von der Gedenkveranstaltung am 10.09.2017 am Gedenkort Klinkerwerk.