Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Karl Paul Paetzel

Stolperstein Karl Paul Paetzel Geboren am: 16.05.1916
Geburtsort: Elberfeld
Ermordet am: 17.07.1942
Verlegeort: ⟩ 42119 Wuppertal-Elberfeld, ehem. Blumenstraße 28 (heute zwischen Nummer 26 und 30)
Initiator: rosa strippe e.V., Bochum
Zum Lebensweg: Karl Paul Paetzel, geboren am 16. Mai 1916 in Elberfeld (heute Wuppertal-Elberfeld)1, wurde nur 26 Jahre alt.
Zahndentist von Beruf, lutherischer Religion, lebte bis zu seiner Verhaftung in Elberfeld, Blumenstraße 28.

Deportation in das KZ Sachsenhausen bei Berlin. Er erhielt die Häftlingsnummer 42 480. Am 24. Mai 1942 wurde er dort Opfer einer gezielten Mordaktion an Homosexuellen im Klinkerwerk,2 bei der allein im Juli und August mindestens 95 namentlich bekannte Männer umgebracht wurden. Angebliche Todesursache „Herz- und Kreislaufschwäche. Grundleiden: "Ruhr", ermordet am 17. Juli 1942.

Ausführlicher: ⟩ Wir erinnern an Karl Paul Paetzel (pdf)
Autor und Bild: Jürgen Wenke, Rosa Strippe e.V., Bochum.
Fussnoten:
1  KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
2 Joachim Müller in: Joachim Müller, Andreas Sternweiler, Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 216 ff.
   Emil Büge: 1470 KZ-Geheimnisse, Seite 156, Metropol Verlag Berlin, 2010
   Video von der Gedenkveranstaltung am 10.09.2017 am Gedenkort Klinkerwerk.