Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Karl Ramelow



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 27.03.1903
Geburtsort: Berlin
Ermordet am: 14.06.1942
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Karl Ramelow wurde am 27. März 1903 in Berlin geboren und evangelisch getauft.1 Der Ledige wohnte auch später in Berlin-Schmargendorf in der Hundekelestraße 33 und war von Beruf Schauspieler.

1939 wurde zu ihm in Berlin von der Justiz eine Akte angelegt. Vermutlich verurteilte ihn in diesem Jahr ein Gericht in Berlin wegen homosexueller Handlungen und vermutlich war dies nicht die erste Verurteilung dieser Art. Etwa im September 1940 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen, wo ihn die SS als "Berufsverbrecher" einstufte und er die Häftlingsnummer 33.035 erhielt. Möglicherweise kam er in das Außenlager Klinker des KZ Sachsenhausen. Karl Ramelow verstarb am 27. September 1940 im Alter von 37 Jahren im KZ Sachsenhausen. Angeblich wählte er um 4:45 Uhr im Block 36 den Freitod durch Erhängen.2
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Abweichend wird sein Geburtstag in einer Akte auch mit 20.08.1901 angegeben. Ich danke Wolfgang Röll aus der Gedenkstätte Buchenwald für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Buchenwald. Ich danke dem Historiker Bernhard Strebel, Hannover, für zusätzliche Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Ravensbrück. Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen. Ich danke Prof. Rüdiger Lautmann, Berlin, der im Internationalen Suchdienst in Bad Arolsen forschte, für zusätzliche Informationen. Ich danke Andreas Pretzel, Berlin, für die Informationen aus dem Landesarchiv Berlin.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
2 Sterbezweitbuch, Standesamt Oranienburg, Nr. 3735/1940, Bl. 164