Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Lothar Walter Haust



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 12.09.1913
Geburtsort: Leipzig-Reudnitz
Ermordet am: 16.07.1942
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Lothar Walter Haust wurde am 12. September 1913 in Leipzig-Reudnitz in Sachsen geboren und evangelisch getauft.1 Er wohnte auch später in Leipzig, war verheiratet und von Beruf Schlosser.

Anfang 1942 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo die SS ihn als Homosexuellen einstufte und er die Häftlingsnummer 41.118 erhielt. Der Zeitpunkt seines Zugangs im KZ Sachsenhausen war denkbar ungünstig. Im Außenlager Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen wurden zwischen Juli und September 1942 gezielt etwa 180 bis 200 homosexuelle Häftlinge umgebracht.2

Lothar Haust wurde am 16. Juli 1942 im Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen von der SS ermordet. Er wurde 28 Jahre alt. Offiziell gab die SS an, er sei um 19.40 Uhr nach einem Bauchschuss verblutet, den er bei einem angeblichen Fluchtversuch erhalten habe.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover. Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Fussnoten:
1 Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen: ⟩  www.stiftung-bg.de/totenbuch/main.php
2 Joachim Müller »Unnatürliche Todesfälle«, in: Joachim Müller, Andreas Sternweiler, Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 216 ff.
   ⟩ Video von der Gedenkveranstaltung am 10.09.2017 am Gedenkort Klinkerwerk.