Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Lothar Wolfgang Manns



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 02.07.1920
Geburtsort: Loschwitz | Dresden
Ermordet am: 25.02.1943
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Lothar Wolfgang Manns wurde am 2. Juli 1920 in Loschwitz bei Dresden in Sachsen geboren.1 Er wohnte später in Berlin-Charlottenburg in der Marchstraße 21, war nicht verheiratet und von Beruf Werkstoffprüfer. Er bezeichnete sich als gottgläubig, gehörte also nicht einer alt-etablierten Kirche an.

Etwa im Dezember 1942 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo ihn die SS als Homosexuellen und als "Asozialen" einstufte und er die Häftlingsnummer 54.383 erhielt. Lothar Manns verstarb am 25. Februar 1943 im Alter von 22 Jahren im KZ Sachsenhausen. Als Todesursache gab die SS an, er sei angeblich um 22.10 Uhr an doppelseitiger Lungenentzündung verstorben.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Ich danke Prof. Rüdiger Lautmann, Berlin, der im ITS in Bad Arolsen forschte, für zusätzliche Informationen.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.