Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Leopold Ruf



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 30.10.1885
Geburtsort: Wien
Ermordet am: 14.04.1940
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Leopold Ruf wurde am 30. Oktober 1885 in Wien geboren und katholisch getauft.1 Der Ledige wohnte auch später in Wien und war von Beruf Angestellter.

1937 und 1938 wurde in Wien für das Landgericht Akten nach §129Ib angelegt, der in Österreich Homosexuelle kriminalisierte. Vermutlich wurde er verurteilt und verbüßte eine Strafhaft. Am 29. Dezember 1939 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen, wo ihn die SS als "§175-Schutzhäftling" einstufte und er die Häftlingsnummer 6.253 erhielt. Leopold Ruf verstarb am 14. April 1940 im Alter von 54 Jahren im KZ Sachsenhausen.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (März 2018). Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen. Ich danke dem Historiker Christian-Alexander Wäldner, Weetzen, für zusätzliche Informationen aus dem Wiener Stadt- und Landesarchiv, Archivbestand Landgericht für Strafsachen, A 11.
Fussnoten: 1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.