Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Max Oestreicher



Homosexueller (?) Jude.
Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 15.05.1898
Geburtsort: München
Ermordet am: 02.07.1942
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Max Oestreicher wurde am 15. Mai 1898 in München geboren.1 Der verheiratete Diplomingenieur wohnte zuletzt in Kassel, Herzsteinstraße 15. Im NS-Jargon wird er als Mischling 1. Grades bezeichnet.2 Er war zum Katholizismus übergetreten und nach seiner Einstellung kein Jude mehr.
Im Sommer 1942 wurde er bei der Mordaktion im Klinkerwerk ermordet. Als offizielle, gefälschte, Ursache für seinen Tod am 2. Juli 1942 gibt das Sterbebuch "Doppelseitige Lungenentzündung"3


Gedenkbuch Yad Vashem  Gedenkbuch Max Oestreicher in der
⟩  Zentralen Datenbank der Namen der Holocaustopfer Yad Vashem ¦ Shoah Opfernamen:
»Max Östreicher wurde im Jahr 1898 in Muenchen, Deutsches Reich geboren. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebte er in Kassel, Deutsches Reich. Während des Krieges war er in Sachsenhausen, Deutsches Reich.
Max wurde in der Schoah ermordet.
«

Für seinen jüdischen Vater Heinrich Oestreicher, geboren am 12. Mai 1868 in München, gibt es in der Münchener ⟩ Viktor-Scheffel-Straße 19 einen ⟩  Stolperstein. Heinrich Oestreicher wurde am 23. Juli 1942 wurde mit dem Transport II/18 von München in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert und am 15. März 1943 vom NS-Regime im ⟩  KZ Theresienstadt ermordet.

Heinrich Oestreicher: ⟩ In Memoriam


 🔎 Gedenkbuch Max Oestreicher
Fußnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
   Müller, Joachim, Sternweiler, Andreas, Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, Liste der Toten, S. 21
   Das Bundesarchiv - Gedenkbuch ⟩  Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945
2  Nach den Nürnberger Gesetzen vom 15.9.1935: „Mischlinge 1.Grades“ („Halbjuden“) waren alle, die 2 jüdische Großeltern hatten. - ⟩ Nünberger Gesetze (Wikipedia)
3  Müller, Joachim, »Unnatürliche Todesfälle«, a.a.O. S. 216-263.
   Emil Büge: »1470 KZ-Geheimnisse«, Metropol Verlag, Berlin 2010, s. 156
   Gedenkveranstaltung am 10.09.2017 am Gedenkort Klinkerwerk⟩ Video.