Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Max Penz

Stolperstein für Max Penz Geboren am: 03.07.1899
Geburtsort: Remscheid
Ermordet am: 16.07.1942
Verlegeort: ⟩ 42899 Remscheid, Ahornstraße 2
Initiator: rosa strippe e.V., Bochum
Zum Lebensweg: Max Penz, Arbeiter von Beruf, wohnhaft in der Ahornstraße 2 in Remscheid.
Wann erstmals und weshalb gegen Max Penz durch Polizei oder Gestapo ermittelt wurde, ist unbekannt. Fest steht jedoch, dass er in das KZ Sachsenhausen bei Berlin deportiert wurde und dort am 17.5.1942 zum Häftling Nr. 42331 gemacht wurde.
In Sachsenhausen wurde er dem bei den Häftlingen gefürchteten Strafkommando im Außenlager Großziegelwerk (Klinkerwerk) zugewiesen. Nur durch die mutigen, unter Lebensgefahr gemachten heimlichen Aufzeichnungen von Namenslisten und Beobachtungen des Sachsenhausen-Häftlinges Emil Büge wissen wir, dass im Sommer 1942 in dem KZ eine gezielte Mordaktion gegen Homosexuelle stattfand. Dabei wurden allein im Juli 1942 insgesamt 82 namentlich bekannte Männer ermordet.
Auf dieser Liste findet sich auch Max Penz als sogenannter "175er" - aber auch zahlreiche andere Männer aus dem Ruhrgebiet und angrenzenden Regionen und ganz Deutschland werden Opfer dieser Mordaktion, darunter Otto Meinecke, aus Dortmund, Werner Bangert, aus Duisburg, Heinrich Wahle aus Bochum oder Paul Paetzel, aus Wuppertal.

Ausführlicher:
Wir erinnnern an Max Penz (pdf)
Autor: Jürgen Wenke, Bochum