Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Martin Vonkennel



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 31.05.1893
Geburtsort: Sulzbach | Bayern
Ermordet am: 19.11.1941
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Martin Vonkennel wurde am 31. Mai 1893 in Sulzbach in Bayern geboren und evangelisch getauft.1 Er wohnte später in Hannover, war nicht verheiratet und von Beruf Arbeiter.

Am 13. Juni 1941 befand er sich in der Haftanstalt Vechta im Land Oldenburg im heutigen Niedersachsen. Noch im Sommer 1941 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo die SS ihn als §175-"Berufsverbrecher" einstufte und er die Häftlingsnummer 38.850 erhielt. Er hatte auch noch die Häftlingsnummer 6.000, was bedeutet, dass er wahrscheinlich zuvor bereits im KZ Sachsenhausen gewesen war, möglicherweise 1939.

Er erkrankte und musste am 12. November 1941 in das Häftlingskrankenrevier. Martin Vonkennel verstarb sieben Tage später am 19. November 1941 im Alter von 48 Jahren im Häftlingskrankenrevier des KZ Sachsenhausen.

Seine Urne mit der Nummer 2.846 wurde auf dem heutigen ⟩ Wilmersdorfer Waldfriedhof Güterfelde)  in einem Massengrab beigesetzt. Das Massengrab befindet sich gemäß vorliegenden Liste für öffentlich gepflegte Gräber, Bd. II, vom Bezirksamt Berlin-Wilmersdorf ausgestellt am 31.03.1955 auf dem Ehrenfeld 1. Weitere Informationen über seine Person sind dort leider nicht verzeichnet.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
  Karteikarten im Hauptregister des Internationalen Suchdienstes in Bad Arolsen.
  Internet-Verzeichnis gefallener Soldaten und Kriegsopfer des Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V.: www.volksbund/graebersuche.