Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Otto Lehninger



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 09.03.1878
Geburtsort: Birckholz
Ermordet am: 10.11.1942
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Otto Lehninger oder Lehniger wurde am 11. September oder August 1897 in Birkholz oder Birckholz geboren.1 Den Ort Birkholz gab es allein in Brandenburg mehrfach.

1942 legte man in Berlin eine Akte zu ihm an, in der er als Homosexueller und Ausländer bezeichnet wurde, der im KZ verstorben sei. Andere Quellen ergeben, dass er im Juli 1942 als Homosexueller aus der Untersuchungshaft in Berlin "entlassen" und dem KZ Sachsenhausen bei Berlin "zugewiesen" wurde, wo er die Häftlingsnummer 47.535 erhielt. Er verstarb am 10. November 1942 im Alter von 45 Jahren im Außenlager Klinker des KZ Sachsenhausen.

Im Außenlager Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen wurden zwischen Juli und September 1942 gezielt etwa 180 bis 200 homosexuelle Häftlinge umgebracht.2 Zu dieser Gruppe könnte auch er möglicherweise noch gehören.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Andreas Pretzel, Berlin, für die Informationen aus dem Landesarchiv Berlin.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
2 Vgl. Müller, Joachim, Unnatürliche Todesfälle, in: Müller, Joachim, Sternweiler, Andreas, Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 216-263.
   Video von der Gedenkveranstaltung am 10.09.2017 am Gedenkort Klinkerwerk.