Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Paul Wilhelm Gatzke



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 21.10.1895
Geburtsort: Kolmar | Posen
Ermordet am: 15.07.1942
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Paul Wilhelm Gatzke wurde am 21. Oktober 1895 in Kolmar bei Posen geboren und evangelisch getauft.1 Er wohnte später in Berlin am Hermannplatz 6 und war von Beruf Straßenbahner.

Etwa im Juni oder Anfang Juli 1942 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo die SS ihn als §175-Häftling einstufte und er die Häftlingsnummer 43.250 erhielt. Der Zeitpunkt seines Zugangs im KZ Sachsenhausen war denkbar ungünstig. Im Außenlager Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen wurden zwischen Juli und September 1942 gezielt etwa 180 bis 200 homosexuelle Häftlinge umgebracht.2

Paul Gatzke wurde am 15. Juli 1942 im Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen von der SS ermordet. Er wurde 46 Jahre alt. Als offizielle Todesursache gab man an, er sei um 6:45 Uhr an Herz- und Kreislaufschwäche beim Grundleiden Ruhr verstorben.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen.

Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
2 Joachim Müller in: Joachim Müller, Andreas Sternweiler, Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 216 ff.
   Video von der Gedenkveranstaltung am 10.09.2017 am Gedenkort Klinkerwerk.