Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen & des Männerlagers im KZ Ravensbrück

Paul Hoyer



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 15.12.1888
Geburtsort: Podersam | Sudeten Krs. Saaz
Ermordet am: 20.10.1942
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Paul Hoyer wurde am 15. Dezember 1888 in ⟩ Podersam bei Saaz in Mähren in der Tschechei geboren.1

1939 befand er sich wegen eines Verbrechens nach §175 in Hamburg in Zuchthaushaft und war wohl auch hier zu einer mehrjährigen Zuchthausstrafe verurteilt worden, die 1941 enden sollte. Von Hamburg überführte man ihn am 31. Oktober 1940 zur Schwerstarbeit in das ⟩  Strafgefangenenlager Griebo bei Lutherstadt Wittenberg, heute Ortsteil von Wittenberg.

Etwa im August 1941 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen, wo ihn die SS als "§175-Berufsverbrecher" einstufte und er die Häftlingsnummer 39.314 erhielt. Am 18. September 1941 musste er in das Häftlingskrankenrevier.
Paul Hoyer wurde am 20. Oktober 1942 um 16:45 Uhr im Alter von 53 Jahren im KZ Sachsenhausen ermordet. Als Todesursache wurde auf seiner Sterbeurkunde »doppelseitige offene Lungentuberkulose« vermerkt2.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (März 2018). Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen. Ich danke Ulf Bollmann, Staatsarchiv Hamburg, für zusätzliche Informationen. Lothar Dönitz, Berlin (2019) Recherchen im Arolsen Archives.
Fußnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
2 Sterbeurkunde ⟩  im Aroslen Archives International Center on Nazi Persecution (ehem. Internationaler Suchdienst Arolsen.)