Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen & Ravenbrück - Männerlager

Richard Barnack

Stolperstein Richard Barnack Geboren am: 03.08.1910
Geburtsort: Berlin
Ermordet am: 29.03.1942
Verlegeort: ⟩ 10965 Berlin, Friesenstraße 18
Initiator: Keine Angabe
Zum Lebensweg: Richard Barnack wurde am 3. August 1910 in Berlin geboren. Er stammte aus einer Kreuzberger Arbeiterfamilie und hatte drei ältere Geschwister. Bis zu seinem 14. Lebensjahr besuchte Richard Barnack die Schule, absolvierte dann eine Lehre als Maschinenschlosser und war im Anschluss ein Jahr lang in diesem Beruf tätig. Daneben war er als Leichtathlet im Arbeitersportverein „Fichte“ aktiv. Nach einer Zeit der Erwerbslosigkeit nahm er Ballettunterricht und trat fortan regelmäßig im In- und Ausland als Tänzer auf. Er war Mitglied der Revue-Truppe „3 Dixies“. Ab 1938 arbeitete er als Konstrukteur bei der Firma „Telefunken“.

Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten geriet Richard Barnack aufgrund seiner Homosexualität immer wieder ins Visier der Polizei. Wegen Vergehen gegen den § 175 fanden zwischen 1935 und 1940 insgesamt drei Strafverfahren gegen ihn statt; eines wurde eingestellt. 1935/36 verbüßte er eine erste, knapp einjährige Haftstrafe; im Juni 1940 kam er erneut ins Gefängnis. Wohl Anfang 1942 wurde Richard Barnack in das Konzentrationslager Sachsenhausen überführt. Dort kam er am 29. März 1942 unter ungeklärten Umständen ums Leben.

Ausführlicher: Der Tänzer Richard Barnack (pdf)
Quelle: Stolpersteine in Berlin