Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen & des Männerlagers im KZ Ravensbrück

Richard Krämer



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 27.08.1901
Geburtsort: Bierstadt | Wiesbaden
Ermordet am: 09.05.1940
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Richard Krämer wurde am 27. August 1901 in Bierstadt, damals ein Vorort von Wiesbaden. geboren und evangelisch getauft.1

Am 4. Mai 1940 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo die SS ihn als §175-Häftling einstufte und er die Häftlingsnummer 019561 erhielt. Wilhelm Mahr erhängte sich zwei Tage später, am 9. Mai 1940, im Alter von 39 Jahren mit einem ledernen Leibriemen in sitzender Stellung an einem unteren Fensterkreuz im KZ Sachsenhausen. Die Todesursache wurde in der Sterbeurkunde des Standesamtes Oranienburg als "Freitod durch Erhängen" deklariert.2 Als letzten Wohnort wurde ⟩ Wiesbaden, Oranienstraße 36) angegeben.

Er tat dies gemeinsamer mit dem §175-Häftling ⟩ Wilhelm Mahr im Waschraum des Blocks 35. Krämer war auch erst kurz zuvor in das KZ Sachsenhausen gekommen; er erhängte sich mit einem Hosenträger an der Dusche in sitzender Stellung. Offenbar waren sie befreundet.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Ich danke Andreas Pretzel, Berlin, für die Informationen aus dem Landesarchiv Berlin.
Fußnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
2 Kopie der Sterbeurkunde im ⟩ Aroslen Archives International Center on Nazi Persecution (ehem. Internationaler Suchdienst Arolsen.)