Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Salomon Koh



Homosexueller Jude!
Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 19.11.1878
Geburtsort: Rackwitz | Posen
Ermordet am: 15.04.1940
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Salomon Koh wurde am 19. November 1878 in Rackwitz im Kreis Bomst in der Provinz Posen geboren.1 Der Ledige hielt sich 1936 und später in Berlin auf, war aber ohne Wohnsitz und von Beruf Händler. Er war jüdischer Abstammung.

Unter dem Verdacht gegen §175 verstoßen zu haben befand er sich Ende April und Ende August 1936 im ⟩ KZ Lichtenburg-Prettin (Sachsen-Anhalt), da wurde ihm Geld zugeschickt. Eine Strafkammer in Berlin verurteilte ihn am 12. September 1936 nach §175 unter Anrechnung von vier Monaten Schutzhaft auf die Strafhaft zu einer Gefängnisstrafe von acht Monaten. Anfang 1937 dürfte er aus der Haft entlassen wurden sein.

Zu einem nicht bekannten Zeitpunkt transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo er die Häftlingsnummer 2.340 erhielt. Salomon Koh verstarb am 15. April 1940 im Alter von 61 Jahren im KZ Sachsenhausen.

Aus der ⟩  Zentralen Datenbank der Namen der Holocaustopfer Yad Vashem ¦ Shoah Opfernamen:

Gedenkbuch Yad Vashem
Salomon Koh wurde im Jahr 1878 in Rakwitz, Polen geboren. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebte er in Berlin, Deutsches Reich. Während des Krieges war er in Sachsenhausen, Deutsches Reich.
Salomon wurde in der Schoah ermordet.

Aus dem ⟩  Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945:
Koh, Salomon geboren am 19. November 1878 in Rakwitz / Bomst / Posen
wohnhaft in Berlin (Mitte)
Inhaftierung: 18. Juni 1938 - 15. April 1940, Sachsenhausen, Konzentrationslager
Todesdatum: 15. April 1940 - Todesort: Sachsenhausen, Konzentrationslager


 🔎 Gedenkbuch Salomon Koh
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Katja Seybold für Informationen für Informationen zum KZ Lichtenburg.
Ich danke Andreas Pretzel, Berlin, für Informationen zum KZ Lichtenburg und für die Informationen aus dem Landesarchiv Berlin.
Recherchen in der Datenbank Yad Vashem und im Gedenkbuch des Bundesarchivs: Lothar Dönitz, Berlin 2018.
Fußnoten:
1 Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen: www.stiftung-bg.de/totenbuch/main.php