Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Siegfried Steinhardt



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 31.10.1909
Geburtsort: Rogosen | Provinz Posen
Ermordet am: 16.01.1940
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Siegfried Steinhardt wurde am 31. Oktober 1909 in Rogasen in der Provinz Posen geboren.1 Der Ledige wohnte später in Berlin N 54 und war von Beruf Bauarbeiter.

Die Anzeige erfolgte durch seinen Betrieb. Das Landgericht 3 in Berlin verurteilte ihn am 12. Dezember 1938 nach §175 zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten und stellte den Haftbefehl aus. Zur Strafverbüßung überführte man ihn am nächsten Tag in das Gefängnis Berlin-Tegel. Nach voll verbüßter Strafe entließ der Justizvollzug ihn nicht in die Freiheit, sondern lieferte ihn am 12. Juni 1939 der Polizei aus.

Die Polizei transportierte ihn sofort in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo er die Häftlingsnummer 1.881 erhielt. Siegfried Steinhardt verstarb am 16. Januar 1940 im Alter von 30 Jahren angebich an Grippe im KZ Sachsenhausen. In der Häftlingskartei ist auch seine jüdische Herkunft vermerkt.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Andreas Pretzel, Berlin, für die Informationen aus dem Landesarchiv Berlin. Karteikarten im Hauptregister des Internationalen Suchdienstes in Bad Arolsen.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.