Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Werner Gartz



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 13.07.1918
Geburtsort: Berlin
Ermordet am: 11.07.1941
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Werner Gartz wurde am 13. Juli 1918 in Berlin geboren.1

1941 legte man für ein Amtsgericht in Berlin eine Akte zu ihm an, aus der erkennbar wird, dass er ein Sicherungsverwahrter und ein Homosexueller war, der auch wegen tätlicher Beleidigung verurteilt worden war.

Im März 1941 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo er am 22. März 1941 die Häftlingsnummer 37.115 erhielt.
Offenbar war er schwerkrank. Sein Zugang im Krankenrevier ist für den 10. April 1941 vermerkt. Die SS-Ärzte wählten ihn für einen Euthanasie-Transport mit invaliden nicht mehr arbeitsfähigen Häftlingen in die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein in Sachsen aus. Sein Abgang aus dem Häftlingsblock 11 ist für den 7. Juni 1941 vermerkt.2

Bald darauf muss Georg Werner Gartz mit Gas getötet worden sein. Offiziell gab man an, er sei am 11. Juli 1941 im Alter von 22 Jahren verstorben.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Andreas Pretzel, Berlin, für die Informationen aus dem Landesarchiv Berlin.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
2 Archiv, Datenbank der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen (Lothar Dönitz;8.1.2018).