Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Waldemar Gubisch



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 23.04.1879
Geburtsort: Breslau | Schlesien
Ermordet am: 13.03.1942
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Waldemar Gubisch wurde am 23. April 1879 in Breslau in Schlesien geboren.1 Der Ledige wohnte später in Berlin-Mitte, Magazinstraße 18 und war von Beruf Büroangestellter.

Das Landgericht 8 in Berlin verurteilte ihn am 17. Juli 1941 nach §175a, Ziffer 3, zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten und den Kosten des Verfahrens. Die Strafe verbüßte er im Strafgefängnis Berlin-Tegel.

Nach verbüßter Strafe entließ der Justizvollzug ihn nicht in die Freiheit, sondern lieferte ihn am 15. November 1941 der Polizei aus. Vermutlich war er in ähnlicher Sache auch zuvor schon verurteilt worden. Etwa noch Ende November 1941 transportierte ihn die Polizei, die ihn als "gemeingefährlich" einstufte in das KZ Sachsenhausen, wo er die Häftlingsnummer 40.621 erhielt. Waldemar Gubisch verstarb am 24. Januar 1942 um 19:15 Uhr im Alter von 62 Jahren im KZ Sachsenhausen, so das Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.2
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Andreas Pretzel, Berlin, für die Informationen aus dem Landesarchiv Berlin.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
2 Standesamt Oranienburg, Sterbezweitbuch Nr. 119/1942/(I) Bl. 436: 23