Der Gesprächskreis Homosexualität

der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg
war Initiator der Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus.

Totgeschlagen - Totgeschwiegen -
den homosexuellen Opfern
des Nationalsozialismus

<Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

Stolpersteine

für die bisher namentlich bekannten ermordeten Homosexuellen des KZ Sachsenhausen

Willy oder Willi Kalmbach



Kein Stolperstein vorhanden.
Geboren am: 24.03.1906
Geburtsort: Berlin
Ermordet am: 12.03.1942
Verlegeort:  
Initiator:  
Zum Lebensweg: Willy oder Willi Kalmbach wurde am 24. März 1906 in Berlin geboren.1 Der Ledige wohnte später in Berlin-Friedrichshain, Neue Bahnhofsstraße 28, und war von Beruf kaufmännischer Angestellter. Er bezeichnete sich als gottgläubig, gehörte also keiner alt-etablierten Kirche an.

Etwa im September 1941 transportierte man ihn in das KZ Sachsenhausen bei Berlin, wo die SS ihn als §175-"Berufsverbrecher" einstufte und er die Häftlingsnummer 39.447 erhielt. Ende November 1941 musste er in das Häftlingskrankenrevier. Willy oder Willi Kalmbach verstarb am 12. März 1942 im Alter von 35 Jahren im KZ Sachsenhausen.
Autor: Rainer Hoffschildt, Hannover (Dezember 2017). Ich danke Fred Brade und Joachim Müller, beide Berlin, für die Informationen aus dem Archiv der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Fussnoten:
1 KZ Sachsenhausen 1939-1945: ⟩ Internet-Totenbuch der Gedenkstätte Sachsenhausen.
   Andreas Pretzel in: Jens Dobler, Von anderen Ufern, Geschichte der Berliner Lesben und Schwulen in Kreuzberg und Friedrichshain, Berlin 2003, S. 214.